Workshop „IT in der Intralogistik“
Bei dem vom Intralogistik-Netzwerk Baden-Württemberg organisierten Workshop „IT in der Intralogistik“ - Wo liegt aus Prozess- und Funktionssicht das richtige Maß?“ war im November 2011 die S&P Computersysteme GmbH aus Stuttgart als Gastgeber und Experte gefragt. Prof. Dr.-Ing. Volker Coors, Studiendekan des Fachbereichs Informationslogistik an der Hochschule für Technik Stuttgart, führte durch den interessanten Nachmittag. Michael Muhsal ,IWL AG, und Rémy El Abd, S&P Computersysteme GmbH, informierten und diskutierten mit den Teilnehmern über das o. g. Thema anhand von Praxisbeispielen.
IWL als Planer und S&P als Lösungsanbieter in der Intralogistik waren sich einig: Ob Wareneingang, Kommissionierung, Versand – die Vorgänge werden immer komplexer und die Unterstützung der Logistikprozesse durch IT immer wertvoller. Dennoch muss in jedem einzelnen Projekt ganz besonderer Wert auf das unternehmensspezifische Anforderungsprofil gelegt werden. Ein gutes IT-System kann zwar weder die betriebliche Organisation noch das Wissen fachlich versierter Mitarbeiter ersetzen, aber nahezu alle logistischen Szenarien profitieren von der gesteigerten Effizienz durch die IT. Ziel sollte immer die Beherrschbarkeit der Systeme sowie die Transparenz der Abläufe sein.
Jede Software kann aber nur so gut sein wie die Daten, die darin verarbeitet werden. Martin Schindler von der Karlsruher LOCOM Consulting erörterte deshalb in seinem Vortrag „Nutzen und Wert von Stammdaten“. Wie brisant das Thema ist, wird den Betreibern einer Intralogistiksoftware oft erst bewusst, wenn die Folgen einer falsch ausgelegten Logistik-Planung aufgrund von falschen oder fehlenden Daten zu Fehlinvestitionen oder nicht optimalen Betriebsabläufen führen. Die Hochschule für Technik Stuttgart hat im Jahr 2006 den Studiengang Informationslogistik eingeführt. Wie Prof. Coors informierte, ist die Nachfrage nach Absolventen sehr groß.
Uli Möhrmann, ISTEC Industrielle Software-Technik, zeigte mit seinem Vortrag „eKanban – Regelkreise des Kanban-Konzepts im MES“ eine Lösung, die mit wenig Hardware und überschaubarem Programmierungsaufwand ein bewährtes Prinzip EDV- und logistikfähig macht, das sich zudem stufenweise im Unternehmen einführen lässt.
Der Stuttgarter IT-Workshop hat viele Denkanstöße gegeben. Alle Beteiligten sprachen sich für eine Fortführung der Reihe aus.



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